Philipp Didion

Philipp Didion ist Doktorand an der Universität des Saarlandes und seit Januar 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte und am Frankreichzentrum der Saar-Uni. In seinem Dissertationsprojekt „Fußballstadien als gesellschaftliche Kristallisationspunkte in Frankreich und der Bundesrepublik von den 1950er- bis zu den 1980er-Jahren. Eine moderne Kulturgeschichte der Provinz“ beschäftigt er sich mit Sportarenen als Orte gesellschaftlicher Verhältnisse und Wandlungen in vier ‚Provinzstädten‘: Kaiserslautern, Reims, Mönchengladbach und Saint-Étienne. Dabei geht es unter anderem darum die negative Konnotation des Begriffs ‚Provinz‘ (Fortschrittsfeindlichkeit, Rückständigkeit etc.) auf den Prüfstand zu stellen. Die Bearbeitung des Projekts erfolgt im Rahmen einer cotutelle de thèse unter der Leitung von Dietmar Hüser (Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte, Universität des Saarlandes) und Paul Dietschy (Centre Lucien Febvre, Université de Bourgogne Franche-Comté).

Forschungsschwerpunkte: europäische Zeitgeschichte, deutsch-französische Geschichte, Sportgeschichte, speziell Fußballgeschichte, Lokalgeschichte

Aline Maldener

Aline Maldener ist seit April 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität des Saarlandes. Unter der Betreuung von Professor Clemens Zimmermann und Professor Dietmar Hüser promoviert sie zum Thema „Transnationalität populärer Jugendkultur. Jugendmedien in der Bundesrepublik Deutschland, in Großbritannien und Frankreich, 1964-1981“.
Das Projekt untersucht im historischen Vergleich und aus transnationaler Perspektive mainstream-orientierte Jugendmedien der 1960er und 70er Jahre. Forschungsleitend ist die Vorstellung eines (west-)europäischen „Jugendmedien-Ensembles“ aus Print- und audiovisuellen Formaten, das gleichsam durch transkulturelle Konvergenzen und Divergenzen sowie mitunter wechselseitigen Transfer populärer Jugendkultur entsteht. Dadurch sind Jugendmedien dazu in der Lage, soziopolitische und sozioökonomische Entwicklungen ihrer Zeit wahlweise zu konterkarieren oder zu reproduzieren und fungieren so als populärkulturelle Europäisierungs-Agenten und Katalysatoren gesellschaftlichen Wandels.
Forschungsschwerpunkte: Geschichte europäischer Jugendmedien und Populärkultur, Film- und Kinogeschichte, Frauen- und Gendergeschichte
Institutionelles Profil

Céline Mérat

Céline Mérat promoviert zum Thema „Bilder schreiben Geschichte: Die Darstellung der Kolonialgeschichte Indochinas im französischen Spielfilm“ an der Universität des Saarlandes, unter Betreuung von Herrn Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink und Herrn Prof. Dr. Rainer Hudemann. Am Beispiel der Kolonialgeschichte Indochinas beschäftigt sich diese Arbeit mit der Art und Weise, wie Geschichte im Spielfilm dargestellt bzw. verarbeitet wird, wie gesellschaftliche, politische und historische Ereignisse den filmischen Umgang mit der Vergangenheit beeinflussen und wie andererseits Spielfilme auf das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft einwirken können.
Sie studierte „Französische Kulturwissenschaften und Interkulturelle Kommunikation“ an der Universität des Saarlandes sowie „Deutsch-Französische Studien“ an der Université Paris 3 – Sorbonne Nouvelle. Seit 2013 arbeitet sie an der Deutsch-Französischen Hochschule in Saarbrücken.

Marie Kollek

Marie Kollek studierte International vergleichende Soziologie (MA), Politikwissenschaft (BA & MA) und Islamwissenschaft (BA) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der University of Aberdeen und der Université de Bretagne Occidentale. Ihr Studium schloss sie 2020 mit einer Arbeit zu Identitätskonstruktionen und Antifeminismen rechtsterroristischer Attentäter ab. Ihre Schwerpunkte sind Diskursforschung, Postkoloniale Theorie sowie machtkritische und poststrukturalistische Perspektiven. Seit 2022 ist sie Doktorandin im DFG/FNR Projekt ‚Postkoloniale Popkulturen in Belgien, Deutschland und Frankreich. Zur Repräsentation Subsahara-Afrikas im Medienensemble der langen 1960er Jahre im Kontext der Dekolonialisierung‘

 

 

Eva Kübler

Eva Kübler war von 2013-2016 an der Universität des Saarlandes wissenschaftliche Mitarbeiterin im ANR-DFG Projekt „Die Evakuierungen im deutsch-französischen Grenzraum während des Zweiten Weltkriegs“. Ihr Dissertationsthema befasst sich mit den erinnerungsgeschichtlichen Auswirkungen. Ein besonders Augenmerk liegt dabei auf innerfranzösischen Städte- und Gemeindepartnerschaften, die auf die Evakuierungserfahrung zurückgehen. Die Promotion wird von Prof. Rainer Hudemann und Jun.Prof. Johannes Großmann betreut. Derzeit absolviert sie ihr Referendariat.

 

 

Jasmin Nicklas

Jasmin Nicklas ist seit November 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes. Ihre Masterarbeit schrieb sie unter der Leitung von Rainer Hudemann und Dietmar Hüser über die Evakuierung von Psychiatrien in Elsass-Lothringen und Südwestdeutschland zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die Arbeit verortet sich in dem von DFG und ANR finanzierten Forschergruppenprojekt „Evakuierungen im deutsch-französischen Grenzgebiet während des Zweiten Weltkrieges“.
Ihr Disserationsprojekt „Baby you can drive my car – VW Käfer und Citroën 2CV auf dem Weg vom Konsumprodukt zum Kultobjekt. Eine deutsch-französische Transfergeschichte“ bearbeitet sie seit dem Wintersemester 2015 / 2016 unter der Leitung von Dietmar Hüser und Hélène Miard-Delacroix.

Forschungsschwerpunkte: Kulturgeschichte der Technik, Geschichte des Nationalsozialismus, Populärkultur, deutsch-französische Beziehungen

Melanie Bardian

Melanie Bardian ist seit Oktober 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes beschäftigt. Unter der Leitung von Professor Dietmar Hüser befasste sie sich in ihrer Diplomarbeit mit der Geschichte des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Saarbrücken. Das Dissertationsprojekt „Amerika an der Saar 1957–1983: Institutionen, Debatten, Perspektiven“ knüpft thematisch und inhaltlich an ihre Abschlussarbeit an, weitet die Forschungsperspektive aber geographisch und zeitlich aus. Das Dissertationsvorhaben wirft einen transfer- und verflechtungsgeschichtlichen Blick auf die amerikanische Kultur- und Informationspolitik in der Grenzregion und möchte aufzuzeigen, in welcher Form „Amerika an der Saar“ anzutreffen war – ob als populärkultureller Event oder als kulturdiplomatische Initiative. Es gilt aufzuzeigen, ob Amerika-Diskurse und Aktivitäten des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Saarbrücken sowie vergleichbarer Institutionen im benachbarten Rheinland-Pfalz und in den französischen Regionen Elsass und Lothringen, Transfers und Verflechtungen verstärkten oder gar initiierten. Betreuer des Promotionsvorhabens ist Professor Dietmar Hüser.

Forschungsschwerpunkte: Kultur-Transfer-Forschung, Diplomatiegeschichte, Lokalgeschichte

Institutionelles profil