Prehistory and ambition

[GER]

1. Vorgeschichte

Das neu zu schaffende Doktorandenkolleg stellt die Fortsetzung des seit 2010 etablierten Programms zur Bildung thematischer Netze für Nachwuchswissenschaftler unter dem Titel „Macht und Öffentlichkeit in Deutschland, Frankreich und Europa in vergleichender Perspektive. […]“ dar. Dieses Programm wurde ab 2014 explizit als Basis für ein künftiges Doktorandenkolleg angelegt (siehe Antrag vom 11.02.2014, 3. Methodologischer Mehrwert […], S. 14f.).
Das neue Programm setzt auf einen Mix aus Bewährtem und Innovativem, was besonders hohe Erfolgsaussichten für das Doktorandenkolleg verspricht. In inhaltlicher Hinsicht knüpft es nahtlos an die vergangenen Veranstaltungen an. In methodischer Hinsicht wird vieles, was im Lauf der letzten Jahre erprobt wurde, in das neue Programm überführt. Zahlreiche neue Bestandteile sollen genauso wie die gesteigerte Intensität des Programms den höheren Ansprüchen des Doktorandenkollegs gegenüber dem bisherigen thematischen Netz für Nachwuchswissenschaftler Rechnung tragen.

2. Ziele

Das Doktorandenkolleg verfolgt den zentralen Ansatz einer strukturierten, pluridisziplinären und internationalen Doktorandenausbildung mit inhaltlichem Fokus auf Fragen und Problem-stellungen der eng verwandten Fächer Etudes germaniques / Civilisation allemande und Europäische Zeitgeschichte sowie Konzentration auf das 20. Jahrhundert. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich die einzelnen Bausteine des Konzeptes zu einem kohärenten Ganzen zusammenfügen.

 

I. Grenzen überwinden

Unter dem Motto „Grenzen überwinden“ lassen sich die inhaltlichen genauso wie die didak-tisch-methodischen Ansätze des Doktorandenkollegs subsumieren.
Dies veranschaulicht sehr deutlich die internationale Zusammensetzung des Kollegs – angefangen bei den drei Partnerhochschulen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg über das wissenschaftliche Leitungsteam mit deutscher, französischer und belgischer Nationalität bis hin zu den Teilnehmern, die überwiegend, aber keinesfalls ausschließlich, aus den Län-dern der Partnerhochschulen stammen: Im Vorgängerprogramm waren auch Teilnehmer mit britischer, israelischer oder chinesischer Staatsangehörigkeit vertreten, um nur einige Bei-spiele zu nennen.

a) Luxemburg als Drittlandpartner

Die Innovation, Luxemburg als gleichberechtigten Drittlandpartner in das Konzept aufzu-nehmen, verspricht einen deutlichen Mehrwert. Gerade Luxemburg ist für eine solche Koope-ration geradezu prädestiniert: aufgrund der europäischen und internationalen Ausrichtung des gesamten Landes, seiner Scharnierfunktion zwischen Deutschland und Frankreich in sprach-licher Hinsicht und seiner Vielzahl an „Grenzgängern“ sowohl in Richtung als auch aus Rich-tung benachbarter europäischer Länder.
Das sich auf diese Weise ergebende Mehr an Internationalität und Interkulturalität wird in einen Gesamtrahmen eingebettet, der eine Zusammenarbeit auf hohem Niveau garantiert und keinerlei Abstriche bei der Qualität mit sich bringt, sondern diese vielmehr steigert. Mit Luxemburg als Drittpartner ergeben sich keine zusätzlichen sprachlichen Hürden. Im Hinblick auf Themen, Methoden und die Netzwerkbildung von Nachwuchswissenschaftlern verfügt die Kooperation über ein vielversprechendes Potenzial.

b) Bildung von Netzwerken

Dank des Vorgängerprogramms, das die Bildung von thematischen Netzken von Nach-wuchswissenschaftlern in den Mittelpunkt stellte, kann das Doktorandenkolleg in diesem Punkt nahtlos an die vielfältigen Erfahrungen anknüpfen und langjährig Erprobtes und Bewährtes als Fundament des Kollegs nutzen.
Die gesamte Konzeption der Veranstaltung zielt darauf ab, ein intensives internationales Netzwerk von Nachwuchswissenschaftlern zu schaffen. Dies beginnt mit der Veröffentlichung von Kontaktdaten und Forschungsthemen aller Teilnehmer in der bewährten Form einer Broschüre zu den Veranstaltungen und setzt sich insbesondere beim didaktisch-methodischen Ansatz des Kollegs fort. Im offiziellen Teil wird ein Gros an international-interkultureller Interaktion durch Formate wie Arbeitsgruppen, Workshops, Diskussionsrunden oder bi-nationale Präsentationsformen mit Vortrag und Kommentar ermöglicht. Auch die inoffiziellen Momente im Rahmen der Zusammenkünfte, wie die gemeinsamen Mahlzeiten, tragen nicht nur dazu bei, das Erarbeitete in lockerer Atmosphäre erneut zu beleuchten, sondern sie bieten den Teilnehmern vor allem die Chance, sich noch näher kennenzulernen sowie die Kontakte zu den verantwortlichen Professoren und zu Gastwissenschaftlern weiter zu vertiefen. Über den Blick in die berufliche Praxis, der sich nicht nur auf den wissenschaftlichen Bereich beziehen soll, haben die Teilnehmer zusätzliche Möglichkeiten, netzwerkend tätig zu werden.

c) Transnationale Inhalte

Inhaltlich geht es um die Beziehungen zwischen Politik, Öffentlichkeit und Medien, um kulturelle Aspekte und mögliche Interdependenzen. Neben Fragen zur politischen Kultur in Deutschland, Frankreich und Luxemburg sollen insbesondere Transferprozesse zwischen den beteiligten und anderen europäischen Ländern sowie Konzepte wie Europäisierung, Amerikanisierung und Globalisierung im Fokus stehen. Alle drei Mitglieder des wissen-schaftlichen Leitungsteams arbeiten seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu Fragen der transnationalen Zeitgeschichte. Dies soll sich auch im Doktorandenkolleg widerspiegeln, indem Vergleichen, Transfers und Verflechtungen ein besonderer Stellenwert eingeräumt und somit Fragestellungen höchster Aktualität in der internationalen Forschung Priorität gegeben wird.

d) Interdisziplinärer Ansatz

Das Programm verfolgt einen internationalen und interkulturellen Ansatz. Es ermöglicht die methodische Reflexion über die zeitgeschichtliche Forschung in den einzelnen Ländern, was gleichzeitig der Ausgangspunkt sein soll, die Teilnehmer für die große Spannbereite mög-licher methodischer Ansätze in der Neueren und Neuesten Geschichte aber auch darüber hinaus zu sensibilisieren. Denn die Kooperation ist gleichfalls interdisziplinär angelegt. Zum einen werden in dem Doktorandenkolleg Nachwuchswissenschaftler des Faches Civilisation allemande mit denen einer europäisch dimensionierten Zeitgeschichte zusammengeführt, die im Fall der Universität des Saarlandes eine starke Frankreich-Orientierung aufweist. Darüber hinaus ist die Beteiligung von Nachwuchswissenschaftlern aus eng verwandten Disziplinen der Kulturwissenschaften vorgesehen, deren Forschungen sich inhaltlich in das Konzept des Doktorandenkollegs einfügen. So wird ein interdisziplinärer Ansatz bei gleichzeitiger inhaltlicher Kohärenz geschaffen, was dafür sorgt, dass das Kolleg thematisch nicht ausfranst und einen deutlichen Nutzen für alle Beteiligten, egal, aus welcher Disziplin sie stammen, mit sich bringt.

e) Bi-nationale Abschlüsse

Die deutschen und französischen Teilnehmer sollen durch das Programm, durch die geknüpften Kontakte und dem konsequent international ausgerichteten Ansatz des Doktorandenkollegs von den vielen Vorzügen einer Cotutelle de thèse, überzeugt werden, um auf diese Weise die Zahl bi-nationaler Abschlüsse mittelfristig deutlich zu erhöhen. Dabei ist vornehmlich an deutsch-französische Kooperationen zu denken, deutsch-luxemburgische und französisch-luxemburgische Abschlüsse sind jedoch ebenfalls möglich.

II. Fundierte Begleitung der Doktoranden

Das Doktorandenkolleg zielt darauf ab, die Doktoranden über die gesamte Zeitdauer ihrer Promotion intensiv zu begleiten, Hilfestellung zu geben und in einem geschützten Rahmen Möglichkeiten zu bieten, sich selbst auf die Probe zu stellen.
Durch die Pflicht, sich einzuschreiben mit dem Ziel, ein Zertifikat zu erwerben, für das auf-grund der definierten Leistungsanforderungen eine mindestens zweijährige Teilnahme am Doktorandenkolleg erforderlich ist, wird eine gewisse personelle Stabilität und Kontinuität gewährleistet. Analog zum Fortschritt des Promotionsvorhabens werden den Doktoranden unterschiedliche Aufgaben gestellt. Dies betrifft beispielsweise das Erproben von Vortrags-techniken zu Beginn der Promotion im Rahmen des Kolloquiums an der Heimatuniversität, den später folgenden Werkstattbericht und zum Abschluss schließlich der inhaltlich fokus-sierte Beitrag unter den Bedingungen einer wissenschaftlichen Tagung. Dies betrifft aber ebenfalls das Mitwirken an der Organisation der Kolleg-Veranstaltungen in inhaltlicher Hin-sicht. Dies soll jeden Einzelnen nicht nur zu einer verstärkten Reflexion über methodische und didaktische Fragen animieren, sondern gleichermaßen zu einer intensiven Netzwerk-bildung beitragen. Insbesondere aber sorgt dieser Ansatz dafür, dass die Veranstaltungen nicht an den Interessen der Teilnehmer vorbeilaufen, sondern exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden.
Mit dem Ansatz „Theorie trifft Praxis“ (siehe Lehrangebot, Modul 2) sollen den Teilnehmern berufliche Perspektiven für die Zeit nach der Promotion aufgezeigt werden.

III. Wissenschaftlicher Mehrwert

Neben dem großen Nutzen, der sich für die eingeschriebenen Doktoranden ergibt, und der dank des Programms zu erwartenden höheren Qualität der Dissertationen verspricht das Doktorandenkolleg wissenschaftliche Erkenntnisse, die für ein größeres Publikum von Interesse sind. Im Rahmen des Kollegs soll den Doktoranden, die häufig innovative Themen auf Forschungsfeldern bearbeiten, die als Desiderate charakterisiert sind, die Möglichkeit zur Publikation von Aufsätzen eingeräumt werden. Dieses Angebot richtet sich ferner an Gäste–egal ob renommierte oder Nachwuchswissenschaftler, die zu verwandten Themen arbeiten. Neben dem innovativen Ansatz, der bereits an sich einen wissenschaftlichen Mehrwert mit sich bringt, lässt die dargelegte Konzeption erwarten, dass die Publikationen von einem größeren Kreis rezipiert werden.

3. Darstellung des Ausbildungsprogramms

Das konsequent international und interdisziplinär konzipierte Ausbildungsprogramm richtet sich prioritär an Doktoranden, des Weiteren, im Sinne einer Nachwuchsrekrutierung, an fort-geschrittene Studierende – Master-Studierende und Lehramtsstudierende, die kurz vor ihrem Abschluss stehen – sowie an Post-Docs, die besonders wertvolle Erfahrungen an die Dokto-randen weitergeben können.

Es umfasst fünf Module, von denen drei verpflichtend sind und zwei in den Wahlpflichtbereich fallen. Das erfolgreiche Absolvieren der Module soll in einem Zertifikat bescheinigt werden, für dessen Erwerb ein Zeitraum von mindestens zwei Jahren vonnöten ist. Dadurch soll nicht nur die personelle Stabilität der Teilnehmergruppe gewährleistet werden, sondern auch sichergestellt werden, dass die Doktoranden gemäß dem Voranschreiten des Promotions-projekts adäquat gefördert werden.

Das Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der von der Auseinandersetzung mit grundlegenden Problemen des Promotionsprozesses, mit theoretischen Konzepten und methodischen Fragestellungen über Werkstattberichte und dem Erproben wissenschaftlicher Vorträge bis hin zum Blick in die wissenschaftliche und außerwissenschaftliche Berufspraxis reicht. Richtschnur ist dabei nicht die autoritäre Vorgabe der Programmschwerpunkte und In-halte durch das Leitungsteam, sondern die konsequente Einbeziehung der Doktoranden und deren weitgehend eigenständige Vorbereitung von Sequenzen im Rahmen einzelner Module.
Wie bereits für das aktuell laufende Programm zur Bildung thematischer Netze für Nach-wuchswissenschaftler gilt auch für das künftige Doktorandenkolleg, dass das Programm einer stetigen Evaluation und Weiterentwicklung unterliegt. Maßgeblich für Anpassungen und Veränderungen, die stets schnellstmöglich in die Praxis umgesetzt werden, sind dabei vor allem die Rückmeldungen und Hinweise der Teilnehmer.


[FR]

1. Socle

Le futur collège doctoral s’inscrit dans le prolongement du programme établi en 2010 qui avait pour but de créer des réseaux thématiques pour de jeunes chercheurs et qui s’intitulait : « Pouvoir et opinion en Allemagne, en France et en Europe en perspective comparative. […] » Dès 2014, ce programme a été explicitement organisé pour préfigurer le futur collège doctoral (cf. le dossier du 11 février 2014, 3. Plus-value méthodologique, p. 14 sq.)
Le nouveau programme se nourrit de cette expérience fructueuse tout en innovant, ce qui donne au collège doctoral de belles perspectives de réussite. En matière de contenu, il prolongera les thématiques déjà abordées. En matière de méthodologie, les expériences positives acquises ces dernières années seront reconduites. De nombreux éléments nouveaux et l’accroissement de l’intensité des programmes répondent aux exigences du nouveau collège doctoral par rapport au réseau thématique des jeunes chercheurs mis en place jusqu’alors.

2. Objectifs

Le collège doctoral assurera aux doctorants une formation structurée, pluridisciplinaire et internationale autour de questions qui ont trait aux problématiques de ces disciplines proches que sont la civilisation allemande en études germaniques et l’histoire contemporaine euro-péenne du XXe siècle. Ainsi, les différents éléments s’agencent dans un ensemble cohérent.

I. Dépasser les frontières

La devise « dépasser les frontières » concerne à la fois les contenus et les méthodes didac-tiques mises en œuvre.
La composition internationale du collège doctoral illustre cette perspective. Les universités partenaires française, allemande et luxembourgeoise s’en portent d’autant plus garantes que leur équipe d’encadrement scientifique est composée de nationalité différentes (française, allemande et belge) tout comme les participants, issus en majorité – mais non pas exclusivement – des pays de leur université d’origine : dans le programme précédent, on a compté aussi des participants britanniques, israéliens ou chinois.

a) Le Luxembourg comme partenaire tiers

Le fait d’accueillir le Luxembourg comme troisième partenaire est très prometteur. Le Luxembourg est comme prédestiné à de telles coopérations tant le pays est entièrement tourné vers l’Europe et l’international, qu’il est à la charnière linguistique entre la France et l’Allemagne et qu’est important le nombre de frontaliers circulant d’un pays à l’autre.
Le renforcement du caractère international et interculturel s’inscrit dans un cadre propre à garantir une collaboration de haut niveau qui promet d’accroître encore en qualité. L’asso-ciation du Luxembourg n’entraîne aucune difficulté linguistique supplémentaire. Cette colla-boration est prometteuse sur les plans thématique, méthodologique et réticulaire.

b) La création de réseaux

Grâce aux acquis du programme précédent qui avait mis la création d’un réseau thématique de jeunes chercheurs au centre de la démarche, le collège doctoral pourra se nourrir d’expé-riences fructueuses en la matière.
La conception du collège doctoral vise à créer un réseau international de jeunes chercheurs très dynamique. Cela passe par l’établissement pour les sessions de brochures contiennant les coordonnées et les axes de recherches de chaque participant et se poursuit notamment dans la conception méthodologique et didactique du collège. Dans la partie officielle, l’interaction internationale et interculturelle est garantie par des formats tels des groupes de travail, des cercles de discussion et des présentations sous forme d’exposé et de commentaire binationaux. Les moments informels, tels les repas communs, permettent non seulement de continuer les discussions de manière plus détendue, mais aussi d’approfondir les relations entre les participants et d’échanger avec les professeurs responsables et les intervenants scientifiques extérieurs. Dans la perspective de leur carrière ultérieure, les participants ont également la possibilité d’étendre leurs réseaux au-delà de la seule recherche.

c) Contenus transnationaux

Les relations entre le politique, l’espace public et les médias, leurs aspects culturels et leurs interdépendances potentielles sont au cœur du dispositif. Les questions de culture politique en France, en Allemagne et au Luxembourg sont tout autant au centre des préoccupations que les processus de transferts, l’américanisation ou la mondialisation. Les trois membres de l’équipe d’encadrement travaillent depuis de nombreuses années avec des approches différentes sur les questions de l’histoire contemporaine et du temps présent transnationale. Cela s’exprimera fortement dans le collège doctoral qui se propose de donner la priorité aux comparaisons, à l’étude de transferts et d’interdépendances notamment en ce qui concerne les questions d’actualité dans la recherche internationale.

d) Interdisciplinarité

L’approche de ce programme est internationale et interculturelle. La réflexion méthodologique sur les recherches en histoire contemporaine et du temps présent dans les pays respectifs doit en même temps constituer un point de départ pour sensibiliser les participants à l’étendue des approches méthodologiques de l’histoire contemporaine et du temps présent. Car la coopération est tout autant interdisciplinaire. D’une part, le collège réunit des jeunes cher-cheurs en civilisation allemande et des étudiants en histoire européenne du temps présent, qui, dans le cas de l’Université de la Sarre, orientent largement leurs travaux sur la France. D’autre part, il est prévu d’ouvrir le collège à des jeunes chercheurs issus de disciplines proches telles que les sciences culturelles, dans la mesure où leurs travaux s’inscrivent dans la conception du collège doctoral. L’approche sera ainsi interdisciplinaire tout en se révélant cohérente du point de vue thématique. Aussi le collège servira-il tous les participants quelle que soit leur discipline d’origine sans que les thématiques se diluent.

e) Diplômes binationaux

Le programme, les contacts nombreux et l’approche délibérément internationale du collège doctoral doivent sensibiliser les participants français et allemands aux avantages multiples qu’offre la cotutelle de thèse. Ainsi, le nombre de diplômes binationaux doit-il augmenter significativement à moyen terme. Les coopérations franco-allemandes seront plus fréquentes, mais les franco-luxembourgeoises ou germano-luxembourgeoises demeurent possibles.

II. Accompagnement approfondi des doctorants

Le collège doctoral a pour fin d’accompagner intensément les doctorants sur l’ensemble de la durée de leur doctorat, de les aider et de leur permettre de se confronter aux exigences de l’exercice dans ce cadre bienveillant.
L’inscription obligatoire en vue de l’obtention d’un certificat, possible au terme de deux années de participation minimum et au vu des exigences requises, garantit une continuité et une certaine stabilité dans le groupe de participants. Au gré de leur avancement dans la thèse, les participants se verront confrontés à des exercices différents. Cela commence par exemple par l’acquisition des techniques de présentation dans le cadre du séminaire de leur université d’origine au début de la thèse, se poursuit ultérieurement par la rédaction d’un rapport d’atelier et se clôt par la présentation d’une contribution selon le thème donné dans le cadre d’un colloque scientifique. La participation à l’organisation du volet thématique d’une session du collège fait également partie de la formation. Cela ne doit pas seulement contribuer à approfondir la réflexion méthodologique ou didactique, mais également à renforcer les ré-seaux. Le but principal de cette démarche est de permettre que ces sessions soient bien profitables aux participants et adapées à leurs besoins.
L’approche « la théorie rencontre la pratique » (cf. enseignement, module 2) sert à présenter aux doctorants les débouchés professionnels de leur thèse.

III. Plus-value scientifique

Outre le bénéfice évident pour les doctorants inscrits et la qualité accrue des thèses grâce aux apports du programme, le collège doctoral laisse présager des gains scientifiques qui peuvent intéresser un public plus large. Les doctorants, qui travaillent souvent sur des thèmes innovants, doivent pouvoir publier des articles, surtout si le fruit de leurs recherches comble des lacunes. Cette invitation s’adresse également à des chercheurs extérieurs, confirmés ou non, qui travaillent sur des sujets proches. Outre l’approche innovante qui suffit à elle seule à dégager une plus-value scientifique, les points exposés ici portent à croire que les publications toucheront un cercle étendu de lecteurs.

3. Présentation du programme de formation

Ce programme de formation délibérément tourné vers l’international et l’interdisciplinaire s’adresse prioritairement aux doctorants et, au-delà, dans l’esprit de recruter de jeunes chercheurs, à des étudiants confirmés – mastérants et futurs enseignants en fin d’études – ainsi qu’à des post-doctorants, qui sont à même de transmettre leur expérience profitable aux doctorants.
Il compte cinq modules dont trois obligatoires et deux au choix. La réussite des modules devra être attestée par l’obtention d’un certificat, en deux ans au minimum. Cela en vue non seulement d’assurer l’existence d’un groupe stable de participants mais aussi d’aider de manière adéquate les doctorants dans l’avancement de leur thèse.
Ce programme vise à une préparation globale : les doctorants sont confrontés avec des pro-blèmes fondamentaux de la thèse, des concepts théoriques et des problématiques métho-dologiques, ils doivent rédiger des rapports de journées d’étude, se plier à la présentation scientifique de leurs travaux et enfin découvrir les perspectives professionnelles au sein de la recherche et dans d’autres domaines. Les thèmes centraux ne seront pas fixés autoritaire-ment par l’équipe d’encadrement mais seront déterminés par l’inclusion systématique des doctorants et par leur préparation largement autonome des séquences dans le cadre des différents modules.
Tout comme dans le cas du programme de mise en réseau thématique pour jeunes cher-cheurs actuel, le programme du futur collège doctoral est soumis à une évaluation et à une évolution constantes. Les retours, réactions et recommandations des participants sont déter-minants pour les ajustements et changements qui doivent être réalisés le plus rapidement possible.